Vegan Backen

Vegan Backen: Ohne Ei, Milch und Butter geht es auch

Vegan backen – also Ohne tierische Produkte – geht das? Na klar! Auf Eier, Butter und Milch kann man prima verzichten. Man muss dafür nicht alles, was man über das Backen gelernt hat, umwerfen. Es werden einfach die tierischen Produkte durch Alternativen ersetzt. Welche das sind, möchte ich euch in diesem kleinen „vegan Backen“-Guide vorstellen.

Vegan Backen – ohne Milch und Sahne

Das ist absolut kein Problem, denn es gibt viele verschiedene Sorten an Pflanzenmilch, die genau so verwendet werden können, wie Kuhmilch. Also einfach die gleiche Menge Kuhmilch durch z. B. Sojamilch ersetzen.

Es gibt auch pflanzliche Sahne, die aufschlagbar ist! Ob die Sahne aufschlagbar ist, steht auf der Produktverpackung. Manche Pflanzensahne muss vorher gekühlt werden, auch dies steht auf der Verpackung. Aufschlagbare Pflanzensahne-Sorten sind z. B. Sojasahne, Reissahne oder Kokossahne. Beim Aufschlagen Sahnesteif verwenden und eine Prise Salz hinzufügen und anschließend gut kühlen!

Veganer Erdbeer-Vanillepudding-Kuchen
Veganer Erdbeer-Vanillepudding-Kuchen

Nimm einfach Margarine statt Butter

Als Alternativen zu Butter kannst du entweder zu veganer Butter (z. B. Alsan) oder zu pflanzlicher Magarine (z. B. Rama) greifen. Vegane Butter ist fester als Margarine und hat auch einen buttrigen Geschmack. Achtung: Margarine ist nicht immer vegan, denn oft sind in ihr auch tierische Fette enthalten!

Vegan Backen ohne Ei – kein Problem!

Eier werden in den Rezepten für verschiedene Zwecke eingesetzt.

Um einen Teig saftig und fluffig zu machen und zu binden können folgende Alternativen anstatt Eier verwendet werden:

  • Sojamehl: 1 EL Sojamehl* und 2 EL Wasser gut vermischen ersetzen 1 Ei – schmeckt neutral
  • Gemahlene Leinsamen: 1 EL Leinsaat mit 3 EL Wasser verrühren und kurz aufkochen lassen. Nach dem Abkühlen verwenden – schmeckt neutral
  • Reife Bananen: 1/2 Banane ersetzt 1 Ei – der Bananengeschmack bleibt erhalten.
  • Apfelmus: 80g Apfelmus ersetzen 1 Ei – der Geschmack wird nach dem Backen sehr neutral!
  • Sojajoghurt: 2 EL ersetzen 1 Ei – schmeckt relativ neutral

Aufpassen musst du bei der Konsistenz, wenn du feuchtigkeitshaltige Alternativen verwendest, z. B. Apfelmus. Dann sollte die zugegebene Menge Flüssigkeit (z. B. Pflanzenmilch oder Öl) reduziert werden.

Um einen Teig aufzulockern, kannst du einfach 1/4 TL Backpulver mit 1 EL Pflanzenmilch verrühren und so 1 Ei ersetzen.

Es gibt auch fertiges Ei-Ersatzpulver, z. B. MyEy*, mit dem du sehr einfach Eier ersetzen kann.

Außerdem kannst du Eier in den meisten Rezepten auch einfach weglassen, wenn sie nur ein oder zwei Eier enthalten.

Für eine gelbe Farbe kannst du Safran (nicht ganz günstig), Kurkuma (eher bei deftigen Speisen verwenden) oder auch Lebensmittelfarbe verwenden.

Geliermittel

Statt tierischer Gelatine kannst du einfach Agar-Agar* verwenden (ein Produkt aus Rotalgen). Dafür muss das zu Gelierende einfach mit Agar-Agar aufgekocht werden und es geliert dann beim Abkühlen.

Deko und Verzierung

Hier eignen sich z. B. Marzipan, Zartbitterschokolade, selbstgemachte Sahne-Cremes, Puderzucker-Güsse usw.

Veganen Kuchen oder vegane Plätzchen backen

Wenn du einen veganen Kuchen oder vegane Plätzchen backen möchtest, hast du im Prinzip zwei Möglichkeiten.

Erstens: du verwendest direkt ein veganes Rezept, zum Beispiel aus (m)einem Blog (wie wäre es mit veganen Kokosmakronen oder einer Oreo-Torte?) oder einem veganen Kochbuch.

Zweitens: du wandelst ein Rezept, das du schon vorliegen hast, vegan ab. Dafür kannst du dich einfach oben an den Tipps orientieren und die tierischen Bestandteile mit pflanzlichen Alternativen ersetzen. Also Milch = Pflanzenmilch, Butter = Margarine, Sahne = pflanzliche Sahne, Eier = Eiersatz nach Wahl. Damit bekommst du fast jedes Rezept auch vegan hin! 🙂

Rezept: Vegane Oreo Torte
Vegane Oreo Torte

Herzhaftes Backen: Hefe ist vegan

Hefe sind kleine Mikroorganismen. Diese wandeln die Stärke vom Teig in Zucker um und erzeugen dabei Kohlendioxid. Das lässt das Brot aufgehen und fluffig werden. Es gibt zwei erhältliche Arten von Hefe: frische Hefe (Würfel, im Kühlregal) und Trockenbackhefe. Frische Hefe hält sich nicht so lange wie die Trockenhefe. Für die meisten Rezepte lassen sich beide Hefevarianten verwenden.

Damit der Hefeteig aufgehen kann, benötigt er Zeit. Stellt den Teig (abgedeckt) an einen warmen Ort. Je nach Rezept braucht der Teig zwischen 30 Minuten und einer Stunde, bis er „aufgegangen“ ist. Wenn es bei euch sehr kalt ist, kann der Teig auch bei 40°C für ca. 30 Minuten in den Ofen. Mit Hefeteig lassen sich z. B. leckere Hefezöpfe oder Brötchen machen.

Veganes Brot backen

Die meisten Rezepte für Brote sind ohnehin ohne Butter und Eier. Statt Milch verwendest du einfach Pflanzenmilch, statt Honig Agavendicksaft, anstatt Joghurt nimmst du Sojajoghurt oder Joghurt aus Kokos- oder Mandelmilch. Auch Sauerteig ist in der Regel vegan, denn die „Milchsäurebakterien“ haben nicht etwas mit „Milch“ zu tun – der Name ist leider etwas verwirrend. Vorsicht bei „Backferment“, denn bei dieser Form des Sauerteiges wird Honig verwendet.

Auch (Bio-)Brotbackmischungen sind meistens vegan, sodass du auch ganz einfach ein leckeres, veganes Brot backen kannst. Hier findest du z. B. ein Rezept für veganes Dinkelbrot.

Veganes Vollkornbrot aus Dinkel
Leckeres Vollkorn-Dinkel-Brot

Oh la la: Quiches und Tartes.

Herzhafte Quiches und Tartes sind sehr lecker, können prima vorbereitet werden und passen sich jeder Jahreszeit und jedem Anlass an. Je nach Geschmack können sie mit verschiedensten Gemüsen, Nüssen etc. gefüllt werden.

Die klassischen Quiches bekommen ihre Konsistenz durch Eier und oft durch Sahne. Um diese Gerichte zu veganisieren, kannst du mit Tofu und Pflanzensahne arbeiten. Um die Füllung zu festigen, eignen sich Speisestärke, Kichererbsenmehl oder auch Johannisbrotkernmehl. Auch Cashew- oder Mandelmus eignen sich als Sauce für die Füllung, denn sie dicken beim Backen an!

Wenn es einmal schnell gehen muss, lässt sich auch Blätterteig prima als Boden für die Quiche verwenden. Vieler fertiger Blätterteig (Kühlregal oder Tiefkühl) ist vegan. Als Füllung für Quiches eignen sich z. B. Spinat mit Räuchertofu und Tofu, Brokkoli, Champions, Süßkartoffeln, Tomaten und und und.

Pizza, Pizza!

Original italienischer Pizzateig ist generell vegan, denn da gehören Butter, Eier oder Milch nicht rein! Er besteht aus Mehl, Wasser, Hefe, Salz, Olivenöl. Zum Überbacken der Pizza eignen sich veganer Käse, vegane Käsesauce oder Hefeschmelz. Ein Rezept für ein komplett selbstgemachte Pizza findest du hier: Vegane Pizza selbst machen.

Vegane Pizza backen
Vegane Pizza backen

Veganes Backen ist einfach und schmeckt mindestens genau so gut wie das klassische Backen!

Vegan backen ist einfacher als du vielleicht denkst. Hast du Fragen? Dann kommentiere gerne diesen Beitrag!

Viele Spaß beim Backen und Naschen!

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on pinterest
Pinterest
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email
Anja

Anja

Hi – ich bin Anja. Auf meinem Food & Lifestyle Blog „Veganeo“ zeige ich dir, wie einfach und vielfältig das vegane Leben sein kann und liefere dir Inspiration für eigene Koch- und Backexperimente. Ich freue mich auf deine Kommentare, Fragen und Anregungen!

Ich freue mich über deinen Kommentar

Eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Im Fokus

Das könnte dich auch interessieren

Vegane Adventskalender

Vegane Adventskalender 2020

Bist du auf der Suche nach einem veganen Adventskalender für die Weihnachtszeit 2020? Dann kann ich dir mit diesem Beitrag bestimmt helfen, denn auf dieser Suche war ich auch schon…

mehr lesen »