Warum vegan?

Warum vegan: 4 gute Gründe für eine vegane Lebensweise.

Eine vegane Lebens- bzw. Ernährungsweise hat viele positive Auswirkungen: für die Tiere, sich selbst, die Umwelt und die Mitmenschen. Warum vegan werden für viele verschiedene Bereiche einen positiven Beitrag leistet, erfährst du in diesem Artikel.

Die einzelnen und individuellen Gründe sind unglaublich vielfältig. Ich habe die Gründe in vier Bereiche eingeteilt, die ich an dieser Stelle vorstellen möchte.

1. Grund: Die Tiere

Für viele Veganer und Vegetarier ist das Vermeidenwollen von Tierleid ein essenzieller Grund dafür, keine tierischen Produkte zu konsumieren. Die von der Werbung in Werbespots, Plakaten und auf Produktverpackungen suggerierte Bauernhofidylle ist in der heutigen Zeit leider meist fernab von der Realität.

Wenn man sich näher mit den Haltungsbedingungen für sog. „Nutztiere“ auseinander setzt wird deutlich, dass die Tiere nicht so leben, wie sich die meisten Menschen es vorstellen. Die Tiere sind eine Ware bzw. ein Produkt, das Unternehmen möchte Gewinn erwirtschaften. Kosten müssen eingespart werden, und dies passiert oft auf Kosten der Tiere. Doch Tiere sind Lebewesen, empfinden Schmerzen und verdienen ein leidfreies Leben.

Viele Menschen machen sich leider keine Gedanken darum, wo ihr Fleisch herkommt. Doch man sollte die Augen nicht verschließen und sich damit auseinander setzen.

Wieso empören sich Menschen in den europäischen Ländern, dass in China Hunde und Katzen gegessen werden, während Sie selbst ein Schweineschnitzel auf dem Teller liegen haben? Wer gibt uns das Recht, Tiere in „essbare“ und „nicht essbare“ Kategorien zu unterteilen? Jedes Tier sollte das Recht auf Leben haben.

Vegetarier verzichten deshalb auf Fleisch und Fisch – auf totes Tier. Veganer gehen noch einen Schritt weiter und verzichten auf alle tierischen Bestandteile. Denn auch Eier und Milchprodukte sind mit Tierleid verbunden:

Nur weibliche Hühner legen Eier. Die männlichen Hühner sind deshalb für die Landwirte bzw. Unternehmen „unbrauchbar“ und werden vernichtet (vergast, zerhäckselt). Dieses sog. „sexen“ kostet jährlich über 40 Mio. Küken in Deutschland das Leben.

Kühe geben nur dann Milch, wenn sie gekalbt haben. Das Kalb wird Ihnen kurzer Zeit nach der Geburt weggenommen. Männliche Kälber werden später u.a. Kalbsschnitzel. Weibliche Kühe werden später ebenfalls Milchkühe. Kühe sind intelligente und soziale Tiere und leiden darunter, wenn ihnen das Kalb genommen wird.
Die Milchleistung der Milchkühe ist in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen. Die Euter sind zum Teil so stark gefüllt, dass die Kühe Schmerzen haben und sich nicht mehr richtig bewegen können. Nicht selten sind sie auch entzündet.

Auch bei Milchkühen stimmt das Bild der glücklichen Kuh auf der Weide in den seltensten Fällen.

2. Grund: Die eigene Gesundheit

Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz- und Gefäßkrankheiten und Übergewicht nehmen in den letzten Jahren enorm zu. Mit der Zunahme dieser Krankheiten ist auch eine Veränderung der Essgewohnheiten festzustellen. Viele cholesterinreiche Lebensmittel stehen auf dem Durchschnitts-Speiseplan. Mehr Fleisch, mehr Milchprodukte, mehr verarbeitete Lebensmittel, mehr Fertiggerichte, mehr Fast-Food.

Diverse Studien zeigen mögliche negative Folgen von tierischen Lebensmitteln auf, z. B. die Erhöhung des Risikos für Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen. Als Beispiel ist hier die bekannte China-Study von Professor T. Colin Campell der Cornell University zu nennen.

Viele Menschen, die sich vegan ernähren, berichten von Verbesserungen des Gesundheitszustandes, von mehr Energie und einem neuen Lebensgefühl.

Oft wird vor der veganen Ernährung mit dem Einwand einer „Mangelernährung“ gewarnt. Doch meist geht mit der Entscheidung zum Veganismus auch eine allgemein bewusstere und gesündere Ernährung einher. Achtet man auf eine ausgewogene Ernährung und beachtet wichtige Grundsätze, so sind Mangelerscheinungen eine Ausnahme.

Bedeutet vegane Ernährung Verzicht? Ja. Auf Zusatzstoffe, die in tierischen Lebensmitteln enthalten sein können, wie z. B. Antibiotika, Hormone, Stresshormone. Auf Cholesterin. Auf Tierleid. Und auf ungesunde Lebensmittel. Besonders im Hinblick auf die letzten Lebensmittel-Skandale sollte uns bewusst sein: Du bist, was du isst.

3. Grund: Die Umwelt

Sollte uns nicht allen daran gelegen sein, die Erde und ihre Ressourcen möglichst zu bewahren? Die Produktion von tierischen Lebensmitteln ist auch bezogen auf den Energie- und Wasserverbrauch sowie CO2-Ausstoß erschreckend.

Es werden bei der „Produktion“ von Fleisch für ein Kilogramm Fleisch etwa 16 Kilogramm Getreide benötigt. Bei der enormen Menge von Tieren in der Massentierhaltung kommt dieses Getreide nicht aus der Region. Es wird Soja verfüttert, welches zum größten Teil aus Südamerika stammt. Dort werden für den Anbau große Flächen Regenwald abgeholzt. Eine Katastrophe für das Ökosystem, das Klima und die dort lebenden Menschen.

Die Weltmeere werden zusehends leer gefischt. Laut WWF werden jährlich 80 Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere gefischt, doch 40% des Fangs sind sogenannter „Beifang“. Dieser wird nicht zu Lebensmitteln. Grausame Verschwendung.

Die Ressourcenverschwendung umfasst auch das Thema Wasser. Das Futter verbraucht Wasser, die Tiere verbrauchen Wasser. Fleischesser benötigen durchschnittlich 15.000 Liter Wasser pro Tag, bei Veganern liegt der Verbrauch durchschnittlich nur bei 1.100 Litern.

Umweltschäden können durch Medikamente entstehen, wie z. B. Antibiotika oder Hormone die in Gewässer gelangen und dort das Ökosystem zerstören.

Wenn die Menschen so weiter machen – wie lange wird die Erde das aushalten?

4. Grund: Die Mitmenschen

Wie oben schon geschildert ist die Produktion von tierischen Lebensmitteln eine Verschwendung von wertvollen Ressourcen. Ressourcen, die in anderen Ländern unserer Welt knapp sind – in denen Menschen (ver)hungern. Würden wir das Getreide, das als Futtermittel eingesetzt wird, umleiten – es müsste wohl kein Mensch mehr hungern.

Nicht zu vergessen sind die Menschen, denen der Lebensraum genommen wird (z. B. durch Waldabholzung) und die Menschen, die in dem System der Massentierhaltung arbeiten (müssen).

Warum vegan: Meine Buchtipps

Ein ganz tolles Buch – auch über die Kontroversen in unserer Gesellschaft – stammt von Melanie Joy heißt Warum wie Hunde lieben, Kühe anziehen und Schweine essen*. Ein weiteres tolles Buch zum Thema „Warum vegan?“ ist Wieso? Weshalb? Vegan!: Warum Tiere Rechte haben und Schnitzel schlecht für das Klima sind* von Hilal Sezgin. Diese Bücher gehen beide in die Tiefe auf das doch sehr komplexe und vernetzte Thema ein.

Fazit

Die Umstellung auf die vegane Ernährung ist in den ersten Wochen nicht immer einfach, aber es lohnt sich. Man lernt viele Lebensmittel kennen, die man vorher nicht kannte. Und ganz wichtig: veganes Essen schmeckt. Das vegane Leben war wohl noch nie so einfach wie heute. Ein Umdenken findet statt – sei ein Teil davon!

Weitere Ideen und Gedanken zu dem Thema findet ihr übrigens auch beim Vegan Vibes Blog.

Man tut etwas gutes – für sich, die Tiere, die Umwelt und die Mitmenschen.

Du entscheidest jedes Mal an der Kasse. Dein Bon ist dein Wahlzettel!

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Anja

Anja

Hi – ich bin Anja. Auf meinem Food & Lifestyle Blog „Veganeo“ zeige ich dir, wie einfach und vielfältig das vegane Leben sein kann und liefere dir Inspiration für eigene Koch- und Backexperimente. Ich freue mich auf deine Kommentare, Fragen und Anregungen!

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