Vegane Label

Vegan-Label und Siegel im Vergleich

Wer auf den ersten Blick wissen möchte, ob ein Produkt vegan ist, kann auf ein Vegan-Label auf der Produktverpackung achten. Doch welche Label bzw. Siegel gibt es, wofür stehen sie, wer vergibt sie und wie unterscheiden sie sich? Das erfahrt ihr hier!

Im deutschsprachigen Raum gibt es aktuell drei verschiedene Vegan-Label, die uns Veganern das Einkaufen erleichtern: Die Vegan-Blume der britischen Vegan-Society, das V-Label der Europäischen Vegetarier Union und und das Vegan-Label der veganen gesellschaft deutschland e.V.

Die Vegan-Blume der britischen Vegan Society

Das Label von der britischen Vegan Society wird im deutschsprachigem Raum von der Veganen Gesellschaft Österreich vergeben. Zertifiziert werden insb. Lebensmittel, Kosmetika und Kleidung. Das Label erhalten nur Produkte, die keine tierischen Inhaltsstoffe oder Hilfsstoffe enthalten oder bei der tieriische Produkte im Herstellungsprozess verwendet werden. Tierversuche dürfen weder für das Produkt noch für Zutaten durchgeführt werden. Der Hersteller darf auch unvegane Produkte herstellen, muss dann aber Oberflächen und Maschinen gründlich reinigen. Gentechnik ist erlaubt, wenn es sich nicht um tierische Stoffe handelt und auf dem Produkt auf die Gentechnik hingewiesen wird.

Mehr Informationen zu den Kriterien der vegan-Blume gibt es hier: zur Seite der britischen Vegan Society

Die vegan-Blume

V-Label der Europäischen Vegetarier Union

Das V-Label wird in Deutschland vom Vegetarierbund Deutschland e.V. vergeben, in der Schweiz von Swissveg und in Österreich von der Veganen Gesellschaft Österreich (VGÖ).

Es gibt zwei Stufen des Labels: vegan und vegetarisch. Die Stufe steht unter dem V-Label. Ist dort nichts angegeben, ist das Produkt vegetarisch – nicht vegan! Ein veganes Produkt wird mit „vegan“ oder „100% pflanzlich“ gekennzeichnet und garantiert, dass das Produkt ohne tierische Inhaltsstoffe und Hilfsstoffe ist. Tierversuche sind weder für das Produkt, noch für seine Bestandteile erlaubt. Gentechnik ist bei dem Produkt ebenfalls nicht erlaubt.

Mehr Informationen zum V-Label gibt es hier: v-label.eu

Vegan-Label

Vegan-Label der veganen gesellschaft deutschland e.V.

Dieses Label hat strengere Kriterien als die beiden ersten. Nicht nur das Produkt, sondern auch die Verpackung muss frei von tierischen Inhaltsstoffen und Hilfsstoffen sein. Die Herstellung, Verarbeitung und Verpackung darf nur in Räumen stattfinden, in denen nur vegane Lebensmittel produziert werden. So sollen „Kreuzkontaminationen“ vermieden werden. Tierversuche sind weder für das Produkt, noch für seine Bestandteile erlaubt. Gentechnik ist nicht erlaubt.

Mehr Informationen zum V-Label gibt es hier: vegan-label.de

Vegan Label Deutschland

Eigene Siegel / Label

Einige Hersteller versehen ihre Produkte mit eigenen Siegeln, Labeln und „vegan“-Schriftzügen. Hier sollte man dennoch noch einmal genau auf die Zutatenliste schauen, denn die Bezeichnung „vegan“ ist gesetzlich nicht geschützt! Bei Bio-Lebensmitteln werden alle Inhaltsstoffe deklariert, deswegen kann man sich bei diesen auf die Inhaltsangaben eher verlassen, als bei konventionellen Produkten.

Übersichtlicher Vergleich der Vegan-Label

Kriterium

Vegan-Blume

Die vegan-Blume

V-Label („vegan“)

Vegan-Label

Vegan-Label

Vegan Label Deutschland

Tierische Inhaltsstoffe nein nein nein
Tierische Hilfsstoffe nein nein nein
Tierversuche nein nein nein
Produktion auf eigener Anlage nein nein ja
Verpackung kein Kriterium kein Kriterium muss vegan sein
Gentechnik erlaubt nein nein
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Anja

Anja

Hi – ich bin Anja. Auf meinem Food & Lifestyle Blog „Veganeo“ zeige ich dir, wie einfach und vielfältig das vegane Leben sein kann und liefere dir Inspiration für eigene Koch- und Backexperimente. Ich freue mich auf deine Kommentare, Fragen und Anregungen!

Ich freue mich über deinen Kommentar

7 Antworten

  1. Beim V-Label „vegan“ ist nachzutragen das in den Lebensmitteln produktionstechnisch bedingt und/oder „versehentlich“ hinzugefügte tierische Bestandteile enthalten sein können! Also nicht wirklich ein sicheres Label für Veganer!

    1. Hallo Klaudia, eine eigene Produktionsanlage ist für die Produkte tatsächlich nicht vorgeschrieben (steht auch in der Tabelle). Es handelt sich dann dabei aber um ein „Kann“ von Spuren im Produkt, nicht um ein „enthält tierische Bestandteile“ – für mich ist das ausreichend.

  2. Mich verwirrt hier die Tabelle, denn tierisch ist für mich auch Milch,Eier, etc, beim Vegetarischen Label ist das verneint in der Übersicht, das wäre doch dann aber vegan? Also genau der Unterschied zwischen vegan und vegetarisch ist hier nicht zu erkennen…..oder verstehe ich da was falsch?..??

    1. Hallo Irene, ich hab die Tabelle mal ausgessert, vielleicht ist es jetzt eindeutiger.. Das „V-Label“ gibt es in verschiedenen Ausführungen, z. B. nur „vegetarisch“ und eben auch vegan. Die Tabelle bezieht sich natürlich auf das vegane Label. 🙂 Viele Grüße, Anja

  3. Ausgezeichneter Artikel 🙂
    Es wundert mich, dass ihn noch niemand kommentiert hat. Vor allen Dingen die Information, dass die allseits bekannte Vegan-Blume keine vegane Verpackung garantiert, ist für strenge Veganer wichtig zu wissen.
    Das Vegan-Label garantiert es zwar, aber es ist in Märkten praktisch nicht zu finden.

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